Die ♦♦♦ Füssener Abendzeitung ♦♦♦ → klick ← berichtet aktuell, wenn auch immer es ihr möglich ist, über die neuesten brisantesten, sensationellsten, spektakulärsten, wie auch unglaublichsten, mysteriösesten, utopischsten, unfaßbarsten, unbeschreiblichsten, unermeßlichsten, ebenso aber auch einmaligsten, ungeheuerlichsten und erstaunlichsten Ereignisse in der Lechstadt und ihrer Umgebung. Alles was eben sonst keiner weiß...


 

Füssener Abendzeitung - 41. Sonderausgabe vom 27. April 2019:

Einzigartiges Freizeitprojekt in Schwangau geplant

Neues „El Dorado“ für Surfer

 

 

 

Während am Forggensee der Streit um den Bau eines Luxushotels am Festspielhaus noch in vollem Gange ist, denkt man in der Nachbargemeinde Schwangau bereits über neue Möglichkeiten zur Optimierung des Tourismus nach. Demnach will ein Investor am Auslauf der Pöllat direkt unterhalb von Schloss Neuschwanstein eine künstliche Steinstufe errichten, die, wie am Beispiel des Münchner Eisbachs, eine Stromschnelle erzeugt. Die dadurch entstehende etwa halbmeterhohe stehende Welle kann dann von Kanuten, Flusssurfern und Wellenreitern sportlich genutzt werden. „Der Aufwand für die Anlage, der wir den Namen ‘Ludwigs Canyon Wave‘ geben wollen, ist sehr gering“, erklärte Investor Waldemar Reider nun im Rahmen einer offiziellen Pressekonferenz vor Ort. „Immerhin müssen wir nur marginal in den natürlichen Flusslauf der Pöllat eingreifen, um diese Stufe zu installieren.“ Den Termin für die öffentliche Bekanntgabe seines Projekts hat der Investor dabei ganz bewußt gewählt. Wie bereits bekannt, soll die Sperrung Pöllatschlucht in wenigen Wochen, nach rund drei Jahren Sanierungsarbeiten, wieder aufgehoben werden.

 

Abfederungskörper für den Schutz

 

Für das Projekt vorgesehen ist ein insgesamt 25 bis 35 Meter langes Teilstück des unteren Flusslaufes. Neben der sogenannten „Wave-Step“, die im oberen kleineren Teil des Areals angebracht werden soll, bildet der untere und längere Teil des Areals eine Art Auslauf. Zudem sollen an den direkt dem Areal umliegenden Felsquadern, die die natürliche Einmündung des Flusses bilden, Abfederungskörper für den Schutz der Surfer angebracht werden. Auch mit Vertretern von Naturschutzbehörden haben demnach bereits erste positive Gespräche stattgefunden. „Wir sehen hier keinen großen Eingriff in die Natur“, bestätigt Waldtraud Rinde, Vorsitzende des BUND Ortsverbandes. „Außerdem ist dieser Bereich ohnehin für jeden zugänglich und nicht gesperrt. Dass Menschen dort auch baden oder Sport betreiben, dagegen ist von unserer Seite aus nichts einzuwenden, solange die Natur dadurch nicht in Mitleidenschaft gezogen wird. Das ist hier nicht der Fall.“

 

Treffpunkt für Surfer

 

Das Projekt befürwortet demnach auch der Fischereiverein Schwangau. Schließlich bringe die zusätzliche Stufe einen enormen Anstieg des Sauerstoffgehalts im Wasser, was dem Wachstum der Forellen gut tue. Im Zuge der Errichtung der Steinstufe für „Ludwigs Canyon Wave“ soll zudem das Gebäude der alten „Gipsmühle“ endlich renoviert werden. Weiterhin sehen die Pläne vor, das Wohnhaus, das direkt neben dem immer noch betriebenen Sägewerk liegt, zu renovieren und in ein Tages-Café oder gar einen offiziellen Treffpunkt für Surfer umzubauen. So könnte sich in Hohenschwangau am Eingang zur bekannten Pöllatschlucht ein weiteres Freizeitparadies in einer wahrlich königlichen Lage erschliessen, das sich vor allem in den Frühjahrsmonaten anbietet, wenn die Pöllat aufgrund der Schneeschmelze wasserreich ist. Über das Projekt muss nun der Schwangauer Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung abstimmen.


 

Füssener Abendzeitung - 40. Sonderausgabe vom 19. Februar 2019:

Neue Verkehrsführung in Füssen geplant

Maßnahme soll Sommer-Staus vermeiden

 

 

 

Das sommerliche Verkehrsproblem in der Stadt Füssen scheint nun endlich gelöst zu sein. Einem direkt in den Stadtrat eingebrachten Vorschlag eines Bürgers nach, sollen die in der touristischen Hauptsaison herrschenden alltäglichen Stauungen künftig durch eine minimale Änderung der städtischen Verkehrsführung vermieden werden. „Die Idee ist relativ einfach und gleichzeitig einleuchtend“, erklärt Stadtsprecher Andi P. Dahle. „Deswegen haben die Stadträte den Vorschlag auch einstimmig angenommen.“ Der Plan sieht vor, der Reichenstraße wieder ihre frühere Bedeutung als Haupt-Durchgangsstrasse für den Fernverkehr zukommen zu lassen. Dadurch wird es definitiv keine derartigen Stauungen in der Innenstadt mehr geben.“ Immerhin war durch die Füssener Reichenstraße, die heute den Kern der Altstadt und damit auch den Mittelpunkt der Fußgängerzone darstellt, noch bis Mitte der Siebziger Jahre ganz regulär der Verkehr gelaufen.

 

Neuer Bereich für Fußgängerzone

 

Mit der Rückführung der Reichenstraße sollen nun vor allem die größten Stauungen, die zwischen dem Kaiser-Maximilian-Platz und der neuen Füssener Lechbrücke täglich entstehen, künftig vermieden werden. So würde der Fernverkehr in Richtung Tirol fortan von der Augsburger Straße aus direkt einspurig durch die Reichenstraße geleitet und über die Lechhalde abgeführt werden, während der Verkehr zu den Schlössern, wie auch der Gegenverkehr von Richtung Schwangau und Tirol aus, bereits über die Robert-Schmid-Straße und die Theresienstraße abgeleitet wird. Damit falle zwar ein Stück der bisherigen Fußgängerzone weg, welches aber durch den Strassenteil zwischen dem Kaiser-Maximilian-Platz bis hin zur Sebastianstraße ausgeglichen werden soll. Die neue Fußgängerzone erstrecke sich damit künftig von der Tourist Information und das Sparkassengebäude über das Hotel Hirsch und das Lila Haus bis in die Füssener Altstadt hinein.

 

Auch Lösung für das Parkproblem

 

„Da hätten wir eigentlich auch selber drauf kommen können. Aber man denkt ja bekanntlich immer zu kompliziert“, so Stadtsprecher Dahle. „Das bestätigen auch Experten des Bundesamtes für Verkehrsplanung, die vom Stadtrat hinzugezogen wurden. Dabei wurden verschiedene Szenarien für die neue Verkehrsführung durchgespielt, die Experten sind zu einem positiven Ergebnis gekommen, die Lösung funktioniert.“ Überrascht von dem Lösungsvorschlag zeigten sich auch die Gastronomen und Einzelhändler entlang der Reichenstraße. Immerhin könne man von dem Durchgangsverkehr in Zukunft enorm profitieren, sind sich alle einig. Dazu komme, dass es im Zuge der Änderung der Verkehrsführung auch wieder möglich sein soll, auf beiden Seiten der Reichenstraße zu parken. „Das kommt uns sehr gelegen“, sagt Clemens Bain, der dort Gehhilfen verkauft. „Unsere Kunden werden nun öfters kommen.“ „Aus unserem Straßenverkauf wird so in Zukunft ein Fernstrassenverkauf“, freut sich auch Stracia Della, Inhaberin einer Eisdiele in der Reichenstraße. Vollzogen werden sollen die Pläne, für die nur wenige kleine bauliche Maßnahmen ergriffen werden müssen, noch vor der anstehenden Sommersaison.


 

Füssener Abendzeitung - 39. Sonderausgabe vom 06. Januar 2019:

Füssen garantiert künftig „Weisse Weihnachten“

Lechstadt leistet damit echte Pionierarbeit

 

 

 

Das Zittern um „Weisse Weihnachten“ ist in der Stadt Füssen in Zukunft kein Thema mehr. Um die bei Gästen, Touristen und auch Einheimischen beliebte verschneite vorweihnachtliche Stimmung zu sichern, will die Stadtverwaltung ab dem kommenden Jahr den Schnee selbst produzieren, um damit Wetter-unabhängig zu sein. Insgesamt wird die Stadt dafür 28 sogenannte Schneelanzen sowie zwei Schneekanonen einsetzen, die an verschiedenen Stellen im Herzen der Altstadt installiert werden. „Gerade die Vorweihnachtszeit ist für viele Gastronomen, Geschäftsinhaber und Vermieter eine sehr wichtige Zeit des Jahres“, so Vincent Pauder von den Füssener Stadtwerken. „Immerhin führt der Schneemangel der vergangenen Jahre in genau diesem Zeitraum auch für zahlreiche Stornierungen von Übernachtungen. Das wollen wir damit künftig ausklammern.“ Resonanzen dieser Art sind auch auf einigen Internetforen zu finden. Kommentare wie „Ohne Schnee fahren wir nicht nach Füssen“, „Da macht der Weihnachtsmarkt keinen Spaß“ oder „Da können wir gleich nach Mallorca fahren“ sind dort unter anderem zu lesen.

 

Gezielter Kanonen-Einsatz

 

Die möglichen Standorte für die mobilen Schneelanzen, bzw. –Kanonen werden derzeit noch konkreter erarbeitet, heißt es aus dem Rathaus. Allerdings stehen die für die fest installierten Lanzen vorgesehenen Standorte schon fest. So sollen unter anderem jeweils zwei Lanzen am Schrannenplatz, vor der Kurverwaltung, sowie im Abstand von rund zwanzig Metern entlang der Fußgängerzone jeweils eine weitere Lanze platziert werden. Weitere Standorte befinden sich entlang der Ritterstraße und Drehergasse bis hin zum Brotmarkt. Die Schneekanonen werden dagegen direkt am Stadtbrunnen sowie am Bahnhof installiert. „So können wir auch bereits mit dem Zug ankommenden Gästen einen ersten Eindruck geben, wie es in der Innenstadt aussieht“, so Pauder. Auch auf dem Dach des Festspielhauses sollen demnach zwei Lanzen angebracht werden, um dort die tief verschneite Aussicht auf die Königsschlösser zu garantieren.

 

Internationale Medien erwartet

 

Um die Lanzen und Kanonen mit ausreichend Wasser für die Produktion des Schnees zu versorgen, sollen die Geräte an die örtliche Wasserversorgung angeschlossen werden. „Hierfür stehen uns im geplanten Beschneiungsgebiet insgesamt acht Hydranten zur Verfügung“, erklärt Pauder. „Um den Umweltfaktor zu wahren, wollen wir hier aber nur mit Brach- und Klärwasser arbeiten, das wir hier einleiten.“ Die Stadt Füssen leistet damit ganz nebenbei echte Pionierarbeit. Denn auch in anderen touristenreichen Städten und Metropolen, wie Kaufbeuren, München, Salzburg oder sogar Abu Dhabi, denkt man über eine künstliche Beschneiung der Innen- und Altstadtkerne nach, um die vorweihnachtliche Stimmung mit Schnee künftig zu garantieren. So werden auch zahlreiche internationale Medien direkt aus der Lechstadt über die ersten Erfahrungen mit dem Einsatz der Schneekanonen im nächsten Winter berichten.


 

Füssener Abendzeitung - 38. Sonderausgabe vom 18. Dezember 2018:

Freistaat plant Justizvollzugsanstalt in Füssen

Standortwahl der Regierung fällt auf die Lechstadt

 

 

 

Mit einer drastischen Maßnahme will der Freistaat Bayern auf die derzeit herrschenden mangelnden Kapazitäten im Strafvollzug reagieren. Nahe der Stadt Füssen plant die Regierung deswegen eine neue Justizvollzugsanstalt entstehen zu lassen. In dem Hochsicherheitstrakt, der auf einem ingesamt cirka 80.000 Quadratmeter großen Areal zwischen der Saloberstraße und der Bundesautobahn A 7 errichtet wird, sollen bereits ab dem Jahr 2020 rund 120 Häftlinge inhaftiert werden. Dabei sei die Standortwahl wohl überlegt, heißt es aus München, denn damit schließt sich auch das flächendeckende Netz der Justizvollzugsanstalten in Bayern.

 

Auslagerung von Langzeithäftlingen

 

Grund dafür ist die aktuelle Situation der bayerischen Vollzugsanstalten, von denen nahezu alle im wahrsten Sinne des Wortes aus allen Nähten platzen. „Dazu kommt, dass immer mehr Menschen ihre Geldstrafen nicht mehr bezahlen können oder wollen“, erklärt Hans Achtmacher vom bayerischen Staatsministerium des Innersten. „Für die Justizvollzugsanstalten ist das ein sehr großes Problem. Vor allem notorische Schwarzfahrer und Ruhestörer, die durch den verstärkten Einsatz von Kreissägen, Leafblowern und ähnlichen Geräten straffällig auffallen, sitzen ihre Geldstrafen gerne im Gefängnis ab.“ Die mehr als 12.000 Haftplätze in den Justizvollzugsanstalten im Freistaat sind nach Angaben des Ministeriums zu 98 Prozent belegt. „Um diese Kapazitäten zu erhöhen, ist die Anlage in Füssen für uns sehr wichtig“, so Achtmacher. „Sie unterstützt die nächstgelegenen Anstalten in Landsberg, Kempten und Garmisch-Partenkirchen. Allerdings wollen wir hier nach Füssen eine Reihe von Langzeit-Häftlingen auslagern, damit wir uns an den anderen Standorten auf andere Fälle konzentrieren können.“

 

Neubürger für die Stadt

 

Damit gemeint sind vor allem Häftlinge, die ihrem Urteil nach mindestens fünfzehn Jahre oder noch länger absitzen müssen und „besonders schwierige Fälle“ darstellen. Darunter befinden sich demnach auch der 16-fache Berliner Serienmörder Kai Klingmann, sowie der Waffenhändler Sergej Ganschutkoff und der Prostituiertenmörder Detlef Warsnich. Weitere bekannte Insassen werden der ukrainische Drogenhändler Igor Gutstov und der Kunstfälscher Michael Kohpieh sein. Als besonders gefährlich gilt auch der schwedische Auftragskiller A. S. Sassin, der ebenfalls nach Füssen verlegt werden soll. Insgesamt sollen den Angaben nach rund 100 Langzeit-Häftlinge aus ganz Bayern in Füssen inhaftiert werden. Untergebracht werden die Insassen in einem technisch raffinierten Hochsicherungstrakt, der von offenem Gelände und hohen Mauern umgeben und geschützt sein wird. Die Beaufsichtigung der Häftlinge werden rund 30 Sicherungs-Beamte übernehmen. „Für die Stadt ist diese Entscheidung des Ministeriums eine echte Glücksache“, so die ersten Stimmen aus dem Füssener Rathaus. „Immerhin haben wir nicht nur 30 Beamte als Neubürger, auch die Insassen haben ja mal Ausgang und werden sicher auch unsere Geschäfte und Einrichtungen, wie auch das Nachtleben und die Gastronnomie nutzen.“ Mit dem Bau der Anlage soll bereits im Frühjahr begonnen werden.


 

Füssener Abendzeitung - 37. Sonderausgabe vom 03. Oktober 2018:

Forggensee-Damm muss doch gesprengt werden

Unlösbares Problem in der untersten Damm Ebene

 

 

 

Kaum ist der Forggensee wieder annähernd mit Wasser gefüllt, soll er auch schon wieder abgelassen werden. Aufgrund eines vor wenigen Tagen aufgetretenen und definitiv unlösbaren Problems, muss der Damm nun doch komplett abgetragen werden. Dafür soll das Bauwerk bereits Ende Oktober größtenteils gesprengt werden. Diese Entscheidung hat der Betreiber des Kraftwerkes Unipör nun in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Katastrophenschutz, BfK gegenüber der Füssener Abendzeitung offiziell bestätigt. Denn das BfK, das die Sprengarbeiten durchführen und überwachen wird, nutzt dieses eher seltene Ereignis gleichzeitig für eine groß angelegte Übung für mehrere Spezial-Einheiten des nationalen Katastrophenschutzes.

 

Vorbereitung auf Katastrophen aller Art

 

Dabei soll der Total-Kollaps eines Dammes simuliert werden, bei der eine etwa vier Meter hohe Flutwelle ausgelöst wird. Um die Übung so real wie nur möglich zu gestalten, soll zudem - etwa einen Kilometer unterhalb des Forggensee-Dammes bei Roßhaupten - extra eine Anordnung von rund 20 kleineren Holzhäusern errichtet werden, die bei der vorgetäuschten Katastrophe eine Ortschaft als Gefahrenzone darstellen. „Die Aufgabe der Einsatzkräfte wird es dann sein, die vom Hochwasser betroffenen Bewohner vor Ort zu behandeln oder auch zu evakuieren“, erklärt Heino Lewel vom BfK. „Der Grund für diese bisher einmalige Maßnahme ist, dass wir uns auch hier in Deutschland auf Katastrophen aller Art vorbereiten müssen. Wir sehen was weltweit aufgrund der Klimaerwärmung passiert.“ Dabei sind rund 300 speziell ausgebildete Männer des Katastrophenschutzes im Einsatz. Zudem wird bei der Übung auch viel Technik im Einsatz sein, unter anderem nehmen 24 Helikopter sowie zwei in den USA neu entwickelte sogenannte „River-Submarines“ an der Simulation teil.

 

Kettenreaktion bei Komplett-Belastung möglich

 

Die Gelegenheit für dieses außergewöhnliche Manöver bietet sich durch die aktuelle Entwicklung der Sanierungsarbeiten am Damm, die der Betreiber seit nun bereits mehreren Monaten durchführt. Dabei sollte der in die Jahre gekommene Damm eigentlich erneuert werden, weswegen der See, wie bekannt, in diesem Sommer kein Wasser führen konnte. Allerdings sei man im Verlauf der Arbeiten, die bisher zwar wie geplant und ohne Zwischenfälle durchgeführt werden konnten, vor Kurzem nun doch auf ein unlösbares Problem aufmerksam geworden. Neueste Messungen hatten ergeben, dass sich der unterste Kern des Dammes am Boden aufgrund der zahlreichen Bohrungen der vergangenen Monate gelockert hat. Er könnte nun im Falle einer Komplett-Belastung eine Kettenreaktion auslösen, die den Damm letztendlich zum Einsturz bringen würde. Den Kern wieder fest zu verankern sei definitiv nicht möglich, da der Boden darunter mit den Geräten nicht mehr erreichbar ist und die Maßnahme zudem mehr Kosten verschlingen würde, als der gesamte Neubau eines Dammes, der gleichzeitig auch eine Sicherheits-Garantie für die Zukunft darstellt.

 

Voller Forggensee frühestens 2021

 

Bereits in den kommenden Tagen soll der Spiegel des Sees verringert werden, um die Wassermassen für den Zeitpunkt der Sprengung Ende des Monats zu senken. „An oberster Stelle steht für uns die Sicherheit“, so Heino Lewel vom BfK. „Die Bereiche entlang des Lechs unterhalb des Manöver-Übungsgeländes werden zwar eine Erhöhung des Flusses deutlich spüren können, sind aber nicht weiter beeinträchtigt. Je nach der Wetterlage könnte dennoch entschieden werden, dass die untersten Bereiche der Gemeinden Prem und Lechbruck zur Sicherheit evakuiert werden müssen.“ Nach Ablauf der Übungen des Katastrophenschutzes kann der Betreiber Unipör schließlich mit der Errichtung eines neuen Dammes beginnen, für den mit einer Bauzeit von rund zwei Jahren zu rechnen ist, so dass der Forggensee eventuell im Frühjahr 2021 seine „Neu-Eröffnung“ feiern könnte.

 

UPDATE:

 

Heute (09.10.) hat die Füssener Abendzeitung ein Schreiben des Kraftwerkbetreibers erhalten, in dem es heißt, dass die kürzlich erschienene Meldung über die bevorstehende Sprengung des Damms in Roßhaupten bei dem Konzern und anderen Stellen einige Nachfragen ausgelöst hat. Deswegen muss nun eine Entwarnung wie folgt gegeben werden:

 

„Entwarnung: Damm muss nicht gesprengt werden - Unipör hat magische Gegenmaßnahmen ergriffen. Die Einbringung von Engelshaar als Bewährung der neuen Dammdichtung ist die Lösung. Unipör wendet dafür 1000 Taler zusätzlich auf. – Hinweis in eigener Sache: Die ursprüngliche Meldung ist nicht von allen Lesern als Satire erkannt worden und hat für Aufregung gesorgt. Das tut uns leid. Selbstverständlich muss der Damm nicht gesprengt werden. Die Baustelle verläuft planmäßig. Die neue Dichtwand wird bis zum Frühjahr 2019 eingebaut sein. Damit steht einem Wiederaufstau im Sommer 2019 nichts entgegen.“


 

Füssener Abendzeitung - 36. Sonderausgabe vom 12. September 2018:

Stadtrat findet Lösung für Hopfener Strandbad

Neue Technik eröffnet neue Wege

 

 

 

Im Streit um die Neubaupläne für das künftige Strandbad im Füssener Stadtteil Hopfen am See, hat der Stadtrat nun eine völlig neue Alternative als Lösung präsentiert. Nachdem die Diskussionen um die Erweiterungsplanungen des marode gewordenen Strandbades kein Ende nehmen, wollen die Räte diese nun mit einer bisher noch nicht berücksichtigten Variante verstummen lassen. Denn noch immer gibt es Widerstand in der Bevölkerung, was die vorgesehenen und bereits vom Stadtrat abgesegneten Baumaßnahmen am Ufer der Allgäuer Riviera betrifft. Das neue Szenario sieht demnach aber vor, dass das künftige Strandbad in Hopfen am See auf einem sogenannten „Floating Level“ errichtet wird. Eine neue Technik, die bereits an den Küsten von Saudi-Arabien und den USA zum Einsatz kommt.

 

400 Quadratmeter für 160 Personen

 

Das neue Strandbad soll demnach auf einer schwimmenden Plattform im Hopfensee platziert werden. Zudem soll die Plattform nicht fest verankert werden, sondern, wie bei der Technik einer Fähre, mit Hilfe von unter Wasser laufenden Richtkabeln zwischen zwei Zielorten hin und her pendeln. Den Planungen nach könnten die beiden möglichen Anlegepunkte des „Strand- & Inselbad Hopfensee“ zwischen dem jetzigen Standort des Strandbads am Nordufer und unterhalb des Campingplatzes dem Nord-Ost-Ufer liegen. Ein breiter Anlegesteg auf beiden Seiten sorgt jeweils für ein bequemes und barrierefreies Einsteigen der Besucher. Die elektrisch betriebene Plattform, die für die Strecke zwischen den Zielorten jeweils eine Zeit von einer Stunde benötigt, hat eine Grundfläche von rund 400 Quadratmetern und bietet Platz für etwa 160 Personen, verteilt auf das Restaurant und die Terrasse. Dazu finden sich Umkleiden sowie auch eine kleine Betriebsleiterwohnung, wie ursprünglich geplant. Ebenso haben kleine Ruder- Tret- oder Schlauchboote die Möglichkeit, direkt an der Plattform anzulegen. Schwimmer können von der Plattform aus dagegen direkt ins kühle Nass eintauchen.

 

Große Liegewiese für Badegäste

 

„Den Tip mit dieser speziellen Technik haben wir von einem Unternehmer aus Übersee bekommen“, sagt Füssens Bürgermeister Paul Iacob. „Eine hervorragende Idee, denn so müssen wir jetzt am Ufer des Sees fast gar nichts verbauen lassen, im Gegenteil. Und für Flächen, die im Wasser liegen, gibt es schließlich auch keinen Bebauungsplan, an den wir uns halten müssen.“ Im Ausgleich an die entstehende Fläche auf dem „Floating Level“ soll die Fläche, auf der das heutige Strandbad steht, künftig nur noch mit einem einräumigen Fährhäuschen bebaut sein, in dem zusätzliche Umkleidekabinen untergebracht sind. Der Rest der verbleibenden und somit auch neugewonnenen Fläche soll künftig als reine Liegewiese für Badegäste zur Verfügung stehen. Von dieser neuen Lösungs-Variante zeigt sich auch die Erbsengemeinschaft des Strandbads in Hopfen begeistert. „Eine tolle Lösung auch für uns“, so Sprecher Fritsch Waiger. „Wir haben dem sofort zugestimmt und unsere alten Planungen verworfen. Im Frühjahr werden wir mit der Umsetzung beginnen.“


 

Füssener Abendzeitung - 35. Sonderausgabe vom 14. August 2018:

"Iron Maiden“ drehen Video auf Neuschwanstein

Heavy Metal Gruppe mietet Prunkräumlichkeiten

 

 

 

Es geschah innerhalb nur weniger Stunden. Die bekannte britische Heavy Metal Gruppe „Iron Maiden“ hat sich für ihr neuestes Musikvideo keinen geringer berühmten Platz ausgesucht, als das Schloss Neuschwanstein. In der vergangenen Nacht drehte die Band die Einstellungen der Bilder für die Single „Crazy King“, die im Oktober erscheinen soll. Dabei ist der Song an sich nicht neu, sondern eine gleichnamige Cover-Version eines alten „Acer Fury“-Klassikers, einer ehemaligen deutschen Heavy Metal Formation, die vor allem in Japan, auf den Phillipinen und in Nordkorea Ende der Achtziger Jahre sehr populär und erfolgreich war.

 

Bekannte Gast-Stars im Video

 

Der Song erzählt die Geschichte eines Monarchen, der zum völligen Unverständnis seiner Untertanen der Heavy Metal Musik verfallen ist und diese Kunst auch fördert. In Anlehnung an König Ludwig II., der seine Vorliebe für den Komponisten Richard Wagner hatte, lädt Iron Maiden Sänger Bruce Dickinson bekannte Größen der Heavy Metal Szene in sein Schloss ein, einzig und allein, um ihrer Musik zuzuhören. Dafür hatte die Band auch einige Gast-Stars eingeladen, die ebenfalls bei den Dreharbeiten vor Ort mit dabei waren. So sind neben Metallica-Leadgitarrist Kirk Hammett auch Schock-Rocker Ozzy Osbourne und Guns n’ Roses-Gitarrist Slash in dem Video zu sehen. Gedreht wurden die Einstellungen in den Prunkräumen des Königs, wie dem Büro, dem Schlafzimmer oder auch dem berühmten Sängersaal. Dabei tritt Dickinson ausschließlich im Königsmantel auf, während der Rest der Band als Zombies in antike Gewänder der royalen Dienerschaft gekleidet ist. Um die Affinität zu der weltberühmten Gruppe noch besser herzustellen, wurden zudem in den einzelnen Räumlichkeiten lebensgroße Statuen des Band-eigenen Maskottchens „Eddie“ platziert. Nebelmaschinen verstärken den düsteren Eindruck, der das gesamte Video umgibt.

 

VIP-Tour im vergangenen Herbst

 

Offiziell genehmigt wurden die Dreharbeiten vom Bayerischen Finanzministerium. „Es ist ein Ausnahmefall“, so Sprecher Judas Priester. „Die Genehmigung konnten wir nur deswegen erteilen, weil derzeit durch die Sanierungsarbeiten ohnehin nachts im Schloss gearbeitet wird und somit auch Personal da ist. Wir hatten schon einmal eine Anfrage, damals von Michael Jackson. Das haben wir aber nicht genehmigt, weil wir keinen Affen im Haus haben wollten.“ Bereits im Herbst vergangenen Jahres hatten sich die Iron Maiden Mitglieder im Rahmen einer VIP-Tour das Schloss persönlich genauer angesehen, um Ideen für den Videodreh zu finden. Bruce Dickinson, Dave Murray, Adrian Smith, Janick Gers, Steve Harris und Nicko McBrain zeigten sich von Anfang an von dem Ort begeistert. „Es ist auf jeden Fall ein wunderbarer Ort mit einer einzigartigen Geschichte, die zu uns passt“, so Dickinson nach dem Dreh gegenüber der Füssener Abendzeitung. „,Nur leider können wir hier nicht mit unserem Jumbo Jet, der Ed-Force One, landen, sonst kämen wir sicher öfters her.“ Veröffentlicht werden soll das neue Video der britischen Band zeitgleich zum Erscheinungstermin der neuen Single „Crazy King“ am 12. Oktober.


 

Füssener Abendzeitung - 34. Sonderausgabe vom 17. Juli 2018:

Neues Wohngebiet für die Stadt Füssen

Füssener Stadtrat gelingt Geniestreich

 

 

 

Die Stadt Füssen soll einen neuen Stadtteil bekommen. In „Füssen-Kobelhausen“, wie der zukünftige neue Teil der Lechstadt heißen soll, könnten bis zu 1.200 Menschen leben und somit ein neues Zuhause finden. Im Zuge der Initiative „Wohnraumerschaffung“, die vom Bundesministerium für Soziales unterstützt wird, war man nach langen Überlegungen im Füssener Stadtrat auf diese geniale Idee gestoßen. Ein Aufwand, der sich offenbar lohnt. Denn der neue Stadtteil würde gleich mehrere positive Eigenschaften erfüllen. Neben der zentrumsnahen Lage mit guter Anbindung sind auch Versorgungsgeschäfte bereits in der Nähe angesiedelt.

 

440 Wohnungen unterschiedlicher Größe

 

Demnach soll der bestehende Wald auf der Füssener Seite des Stadtberges, etwa von der Höhe des Eisstadions an bis auf die Höhe des Volksfestplatzes, abgeholzt werden. „Das Vorhaben ist gar nicht so umständlich“, erläutert Jochen Baumann vom Füssener Bauamt. „Das Roden der Bäume ist relativ schnell gemacht, danach muss der schräge Boden allerdings noch entwurzelt werden. Dafür werden wir etwas länger brauchen, bevor wir den Hang dann für die Neubauten terrassenartig ebnen können. Aber ansonsten ist der Aufwand für das, was wir am Ende an Baugrund gewinnen, kaum der Rede wert.“ Nach ersten Berechnungen könnten somit zahlreiche neue Grundstücke für rund 440 Wohnungen unterschiedlicher Größe entstehen, darunter Zwei-, Drei- oder Vier-Zimmer Appartements, wie auch Wohnungen für vier- oder sechsköpfige Familien.

 

Schon lange steht das Thema Erschaffung von bezahlbarem Wohnraum in Füssen, wie in vielen anderen benachbarten Kommunen, auf der Agenda. Doch bisher konnten keine ausreichenden oder nachhaltigen Lösungen gefunden werden. „Dafür standen uns bis jetzt einfach keine Flächen zur Verfügung“, erklärt Bürgermeister Paul Iacob. „Ich weiss aber auch nicht, warum wir nicht schon früher darauf gekommen sind, einen Teil des Kobelhangs für die Wohnraumerschaffung zu nutzen. Das war wirklich eine geniale Idee von einem unserer Stadträte. Seitdem die Sprungschanze Ende der 50er Jahre nicht mehr genutzt wurde, konnten wir mit dem Hang sowieso nicht mehr viel anfangen.“ Da das Projekt nur vorsieht die Stadtseite des Kobels zu nutzen, rechnet man auch aus Bad Faulenbach nicht mit allzu viel Gegenwehr. Dazu komme, dass die Möglichkeiten für die Stadt sich nach außen noch weiter auszudehnen, wegen der Grenzen zu den umliegenden Gemeinden, ohnehin beschränkt sind. Mit der Variante der innerörtlichen Erweiterung könne man dies umgehen.

 

Lösung auch für die Parksituation

 

Aufgrund der Hanglage werden die neuen Wohnungen von Füssen-Kobelhausen allerdings weder mit Kellereinheiten noch mit Aussenparkplätzen ausgestattet sein. Den Planungen nach, soll aber dafür die Parksituation für die Anwohner gesichert werden. So sollen jeweils hinter den einzelnen Wohneinheiten im Inneren des Kobelhangs verschiedene Parkgaragen mit zentralen Ausfahrten entstehen. Strassennamen, wie es in anderen Ortsteilen gewöhnlich üblich ist, wird es hier ebenso nicht geben. Stattdessen sollen die einzelnen Wohneinheiten mit „Kobelhausen“ 01“ bis „Kobelhausen XYZ“ durchnumeriert werden. Für die Umsetzung des Vorhabens wurde ein Zeitrahmen von rund zwei Jahren vorgegeben. Im Füssener Rathaus wartet man jetzt nur noch auf das positive Startsingal aus dem Landratsamt.


 

Füssener Abendzeitung - 33. Sonderausgabe vom 28. Juni 2018:

Neue Disziplin bei der Füssener Stadtolympiade

Erstmals Wettbewerbe auch im Golf

 

 

 

Es ist eine echte und geschichtsträchtige Premiere. Zum ersten Mal werden bei der Füssener Stadtolympiade, die in diesem Jahr mittlerweile zum 28. Mal ausgetragen wird, auch Athleten im Golf gegeneinander antreten. Grund für diese Entscheidung, die nur rund eine Woche vor Beginn der Spiele vom Organisationskomitee gefällt wurde, ist der derzeit trockenliegende Forggensee. „Da der See in diesem Jahr bisher aufgrund der Sanierungsmaßnahmen am Damm noch nicht aufgestaut werden konnte, haben sich neue bespielbare Flächen ergeben, die wir vorher nicht hatten“, erklärt Markus Pitscher, Assistent im Sportamt der Stadt Füssen. „Und weil der Wunsch nach Golf als Disziplin bei den Sporttagen schon in den vergangenen Jahren öfters geäußert wurde, sind wir diesem Wunsch nun einfach nachgekommen. Der trockene See ermöglicht es uns.“

 

Bei den Füssener Sporttagen treten die Teilnehmer in Mehrkämpfen einzeln oder in Teams an. Zu den bisher ausgetragenen Disziplinen, wie Asphaltstockschießen, Schwimmen, Laufen oder Radfahren und Rudern, kommt mit dem Golf nun also eine weitere dazu. „Vorgesehen ist, dass wir im Forggensee einen Golfplatz mit insgesamt achtzehn Natur-Löchern einrichten“, so Pitscher. „Unsere Mitarbeiter vom städtischen Bauamt sind bereits damit beschäftigt, die Golfstationen einzuteilen. Greens für jedes einzelne Loch wird es nicht geben, die Teilnehmer spielen auf dem völlig naturbelassenen Boden des Sees.“ Die Löcher werden ab Höhe des Festspielhauses bis über das Café Maria und Ostereinen hinaus angelegt. Insgesamt müssen die Spieler über die achtzehn Stationen hinweg rund acht bis elf Kilometer zurücklegen. Für die Teilnahme an der Disziplin Golf können sich die Athleten noch bis einen Tag vor Beginn der Stadtolympiade offiziell anmelden. Ebenso wie für die Erwachsenen, soll aber auch den Kleineren bei der Stadtolympiade die Möglichkeit gegeben werden, sich im Golfsport zu beweisen. „Dafür legen wir gerade einen Mini-Golfplatz in Nähe des Hotel Sommers an“, so Markus Pitscher.

 

Golf für den Tourismus

 

„Die Idee war wirklich fantastisch“, freut sich Füssens Bürgermeister Paul Iacob. „Damit nutzen wir die aktuelle Situation des Forggensees, über die viele so geschimpft haben, perfekt aus.“ Da sich der Stadtrat erst vor wenigen Tagen für den Bau eines 5-Sterne Hotels am Festspielhaus ausgesprochen hat, kommt die Idee eines Golfplatzes in der Region auch nicht ganz ungelegen. Aus Informationen, die der Füssener Abendzeitung vorliegen, geht hervor, dass es bereits Pläne gibt, den See während der üblichen jährlichen Trockenzeiten auch in Zukunft für diese Sportart zu nutzen. Schließlich liegt auch das sogenannte „Natur-Golfen“, bei dem nicht auf gepflegten Plätzen, sondern in der freien Natur gespielt wird, immer mehr im Trend. Zudem könnten hier völlig neue und einzigartige Angebote wie „ein außergewöhnliches Golferlebnis mit Blick auf die Königsschlösser“, „Golfen auf dem Mond“ oder „Einlochen in der Allgäuer Sahara“ geschaffen werden. Immerhin passe das durchaus zu dem ausgesuchten Klientel eines Luxushotels, dessen Konzept es ist, auch Gäste aus den Golfstaaten nach Füssen zu bringen.


 

Füssener Abendzeitung - 32. Sonderausgabe vom 17. Mai 2018:

Mit der Seilbahn zu König Ludwig

Neues Transport-Projekt sorgt für Diskussionen

 

 

Noch bevor die Pläne offiziell der Öffentlichkeit präsentiert werden konnten, sorgt ein neues Transport-Projekt für erhebliche Diskussionen in der Bevölkerung. Geht es nach einem erst heute Mittag eingegangenen Bauantrag, soll künftig eine Seilbahn Touristen vom Hopfener Dreieck aus über den Forggensee zum Fuß der Königsschlösser führen. Dies bestätigte das Landratsamt nun gegenüber der Füssener Abendzeitung. Bereits vor vielen Jahren wurde das Konzept schon einmal durchdacht, damals allerdings in Form eines schlichten Gondelbetriebs in Hohenschwangau, direkt unterhalb von Schloss Neuschwanstein. Doch das neue Projekt „Castle Transport“ ist nun um einiges größer.

 

Mittelstation in Schwangau-Horn

 

Das Ziel ist es, auf dem Gelände des ehemals geplanten Allgäuer Dorfes, das der Betreiber Allgäuer Lift Konsortium, kurz „ALK“, nun von der Stadt erworben hat, einen überdimensionalen Auto- und Bus-Parkplatz mit einer anliegenden Gondel-Talstation zu errichten. Von dort aus werden Schlösser-Touristen schließlich mit dem „Castle Transport“, der jeweils bis zu 80 Personen pro Gondel aufnehmen kann, direkt nach Hohenschwangau befördert. Für die geplante Gipfelstation, die sogenannte „Endstation Neuschwanstein“, hat der Betreiber bereits das Grundstück unterhalb des Schlosses erworben, auf dem bisher Souvenirläden und Pferdekutschen zu finden waren. Weiterhin ist vorgesehen, das Hotel-Restaurant Steiger im Schwangauer Ortsteil Horn im Zuge des Seilbahnbaus zu einer Mittelstation umzugestalten. Denn laut den Planungen muss die Trasse der Seilbahn über mindestens einen Stützmasten verlaufen, um die Sicherheit für das Gewicht der beförderten Passagiere zu gewährleisten. „Gleich hinter der Horner Bucht müssen wir deswegen einen Turm errichten, über den das Seil läuft“, erklärt ALK-Sprecher Nepomuk Hänger. „Wir haben auch schon die ersten Gespräche mit den Hoteliers geführt und waren uns auch gleich einig.“ „Das ist dann fast wie in Venedig“, bestätigt Chefkoch Timo Steiger, „wenn die Gondeln an Deinem Lokal vorbeifahren.“ Ingesamt wird die Trasse der Bahn eine Länge von rund vier Kilometern haben.

 

Seilbahn soll Touristenverkehr erheblich veringern

 

Immerhin könnten damit etwa 80 Prozent des Verkehrs abgefangen werden, so lautet das Ergebnis einer Studie, die der zukünftige Betreiber in Auftrag gegeben hatte. Bereits seit langer Zeit kommt des durch den Schlösser-Tourismus gerade in den Sommermonaten zu einem überaus hohen Verkehrsaufkommen, unter dem auch die Stadt Füssen zu leiden hat. Mit der neuen Seilbahn würde der Verkehr auf dem Groß-Parkplatz schon vor den Toren der Lechstadt abgefangen werden. Zudem würde der Bau im aktuellen Trend liegen, immerhin stellen Gondelbetriebe auch in den meisten Großstädten mittlerweile die einzig übrig gebliebene Alternative dar, die Straßen zu entlasten. Sowohl in Asien, wie auch in Südamerika gehören Seilbahnen längst vielerorts zum Stadtbild. Stark unterscheiden wird sich allerdings das Erscheinungsbild der Gondeln, die weltweit einmalig den Kutschen König Ludwigs II. nachempfunden werden sollen. Werden alle Anträge genehmigt, wovon der Betreiber ausgeht, könnte mit dem Bau des „Castle-Transport“ bereits im Herbst bgegonnen werden.


 

Füssener Abendzeitung - 31. Sonderausgabe vom 15. April 2018:

Der Forggensee soll verkleinert werden

 Erste Maßnahmen haben bereits begonnen

 

 

Der wahre Grund für die Arbeiten am Staudamm bei Roßhaupten ist nun klar. Der Forggensee, eines der größten Wahrzeichen der Region, soll erheblich verkleinert werden. Dies hat das Bayerische Heimatministerium nun auf Nachfrage der Füssener Abendzeitung bestätigt. Demnach soll die derzeitige Fläche des fünftgrößten Sees im Freistaat von 15,2 auf etwa 7,4 Quadratkilometer reduziert werden. Gleichzeitig sollen dadurch neue Flächen entstehen, die für Freizeiteinrichtungen oder vor allem als Bauland genutzt werden könnten. Erster Schritt ist nun die Verkleinerung des Staudamms, der künftig auch nur noch etwa die Hälfte der Wassermassen halten muss, als bisher.

 

Den Planungen nach, soll für das gigantische Vorhaben der Flusslauf des Lechs, von der Füssener Seite aus, um etwa 40 Meter nach Norden verlegt und mit einem naturgetreuen Schutz-Wall auf der Südseite versehen werden. „Man kann sagen, der See wird ungefähr in der Mitte längsseitig halbiert“, so ein Sprecher des Heimatministeriums. „Damit erstreckt sich die neugewonnene Fläche von der Horner Bucht im Südwesten bis hin auf die Höhe des Illasbergsees im Nordosten“. Von dem Flächengewinn profitiert neben der Gemeinde Halblech vor allem die Gemeinde Schwangau, in deren Ortsgebiet der See zu zwei Dritteln liegt. Beide Bürgermeister begrüssen die Planungen des Ministeriums.

 

Neuer Schwangauer Ortsteil und das "Lech Offroad Land"

 

„Die Idee ist hervorragend“, sagt Schwangaus Rathauschef Stefan Ranke. „Schon seit Jahren suchen viele unserer Bürger Grund, auf dem sie bauen können. Wir wollen in diesem Zuge auch gleich den damals für die Entstehung des Sees gefluteten Ortsteil Forggen wieder aufleben lassen, von dem der See auch seinen Namen hat.“ „Auch wir halten das Vorhaben für sinnvoll“, nickt Halblechs Bürgermeister Hans Gschwoll. „Auf einer sehr großen Ebene auf unserer Seite des dann trockenen Sees, planen wir schon jetzt mit dem "Lech Offroad Land", kurz "LOL", einen großen und einzigartigen Outdoor-Motocross & Timbersports-Erlebnispark mit Motorrad und Truck Trials, Motocross, Traktor Pulling und internationalen Motorsägenwettbewerben. Das Gelände ist ideal dafür.“ Ein anderer Teil der Flächen soll mit Waldbestand aufgeforstet werden, um die Hirschfütterung bei Brunnen im Winter künftig mehr zu verlagern.

 

Vor wenigen Wochen hatte die Nachricht, dass der Staudamm bei Roßhaupten nach 64 Jahren erstmals saniert werden muss, in der Region für große Aufregung gesorgt. Daher wird der See nicht wie gewohnt zum 1. Juni wieder voll Wasser sein. Im schlimmsten Fall bleibt das Gewässer im Sommer ganz leer. Dementsprechende Einbußen und wirtschafltiche Schäden fürchten vor allem die touristischen Gewerke, die rund um den See liegen, wie auch die Forggenseeschifffahrt. Indessen haben die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen am Damm begonnen. Mit den Trockenlegungsmaßnahmen der Flächen sowie der Verlegung des Lechs soll dann im Herbst des Jahres begonnen werden.


 

Füssener Abendzeitung - 30. Sonderausgabe vom 07. Februar 2018:

Seismische Aktivitäten am Kienberg festgestellt

 Einwohner von Pfronten sollen evakuiert werden

 

 

Damit gerechnet hatte niemand. Erst vor wenigen Stunden wurden in der Gemeinde Pfronten im Allgäu seismische Aktivitäten in unmittelbarer Nähe festgestellt. Das teilte das Seismologische Institut Hannover nun offiziell auf Anfrage der Füssener Abendzeitung mit. Deutlich sichtbar hatte sich innerhalb von nur wenigen Stunden an der Spitze des örtlichen Kienbergs eine Rauchsäule gebildet. „Die durchaus ernst zu nehmenden Aktivitäten kommen aus einer Tiefe von etwa 80 bis 90 Kilometern unter der Erdoberfläche“, so der Geologe Bratis Lawa. „Wir müssen deswegen nun schnellstens alle Maßnahmen ergreifen, um die Bewohner des Ortes zu evakuieren und in Sicherheit zu bringen. Dafür bleiben uns etwa drei bis vier Tage Zeit.“

 

Was danach passiert ist nicht abzusehen, so der Experte. Die Wahrscheinlichkeit eines Ausbruchs sei genauso hoch, wie die eines sogenannten „Recoolings“, ein Vorgang bei dem der Berg sich von ganz alleine wieder abkühlt. „Möglich wäre auch“, so Bratis Lawa, „dass wir mit Hilfe der neuen Schneekanonen aus dem Skizentrum Pfronten-Steinach versuchen, die Kühlung mit eigenen Mitteln voranzutreiben oder zu beschleunigen.“ Zwar war das Vorkommen von Vulkanen im Allgäu in prähistorischer Zeit nur sehr gering. Neben dem „Volcano Altum Lux“, einem Berg der heute als „Hohes Licht“ in der Nähe von Oberstdorf bekannt ist und dem „Volcano Abiete Montis“, dem Kienberg bei Pfronten, wie er lateinisch genannt wird, gibt es keinerlei weitere Aufzeichnung über derartige Aktivitäten in der Region. „Dennoch muss immer damit gerechnet werden, dass die Erde tief unter uns jederzeit einmal aufplatzen kann.“

 

Hohes Risiko für Teile von Pfronten

 

Die geologische Vergangenheit der Region spiegelt sich übrigens auch in dem Wappen der benachbarten Lechstadt wieder. „Mit der Farbe Gelb wird auf den Schwefel hingewiesen“, erklärt Historiker Margus Pesseron. “Die drei Beine im Wappen stehen dagegen für die zahllosen verbrannten Füße, die die Bevölkerung bei dem letzten Ausbruch des Vulkans erleiden musste, weil der Boden so heiss war.“ Datiert wird dieses Unglück auf etwa 13.000 vor Christus, eine Zeit, in der die Menschen in der Region ohnehin nur vom Ackerbau lebten.

 

Währendessen hat das Team des Seismologischen Instituts vor Ort direkt die Arbeiten aufgenommen und begonnen, den Berg mit aller zur Verfügung stehender Technik zu vermessen. Sollte es zu einem Ausbruch kommen, so sind sich die Experten einig, würde der Strom glutheißer Magma in Richtung des Pfrontener Ortsteile Ösch, Heitlern und Steinach abfließen. Trotzdem sei eine Evakuierung der gesamten Gemeinde notwendig. Dafür sollen die 8206 Einwohner in den umliegenden Dörfern untergebracht werden. Zudem wurde der Gleitschirm- Flugbetrieb in Pfronten und Nesselwang bis auf weiteres eingestellt. Für die benachbarten Kommunen hat das Bundesluftkontrollamt BLKA nun auch eine offizielle Warnung herausgegeben. Aufgrund des hohen Ausstoßes von Rauch ist in den kommenden Tagen mit vermehrten Sichtbehinderungen in der Region zu rechnen. Der „Rußige Freitag“ dürfte also in doppelter Hinsicht seiner Bedeutung gerecht werden.


 

Füssener Abendzeitung - 29. Sonderausgabe vom 22. Januar 2018:

Füssener bei Bauchrutsch-WM am Start

Sattelberger präsentiert sich in Bestform

 

Es ist eine echte Premiere. Zum ersten Mal hat es ein Füssener Sportler geschafft, sich für die Bauchrutsch-Weltmeisterschaften zu qualifizieren. Mit einem sensationellen Ergebnis beim letzten Bauchrutsch-Weltcup im französischen Val de Ventre konnte Philipp Sattelberger mit einem Traumrutsch in der Königsklasse der Bauchrutscher, der sogenannten „Robben-Bauchrutscher“, die offizielle WM-Norm erreichen und sich somit direkt für die Bauchrutsch-Weltmeisterschaften im kommenden Herbst qualifizieren. Das hat der Weltverband der Bauchrutscher IBSF, die International Belly-Slipper Federation, jetzt gegenüber der Füssener Abendzeitung bestätigt.

 

Füssener ist einziger Deutscher

 

Die „World Belly Slipping Championships“, die traditionell alle vier Jahre und in verschiedenen Kategorien ausgetragen werden, finden diesmal rund um den 4528 m hohen Mount Kirkpatrick im Osten der Antarktis statt. Sattelberger ist dabei der einzige Athlet aus Deutschland, der bei dem renomierten Wettbewerb teilnimmt. Denn weder in der Pinguin-Klasse noch in der Eisbär-Klasse konnte ein Sportler aus der Bundesrepublik Deutschland überzeugen. Um den Titel des Weltmeisters im Robben-Bauchrutschen zu erlangen, müssen die Athleten wie in einem Fünfkampf gleich in mehreren verschiedenen Disziplinen gegeneinander antreten. Dazu zählen die Wettbewerbe im Bauchweitrutschen, Bauchbergabrutschen, Bauchbergaufrutschen, dem Bauchrückwärtsrutschen sowie dem Hürdenbauchrutschen, das als spannendster Wettbewerb gilt. Schließlich müssen die Sportler dabei und im K.O.-System gegeneinander antreten und in Rekordzeit über unterschiedlich hohe Hindernisse robben.

 

Sattelbergers Kampfansage an seine Gegner

 

Erst vor wenigen Tagen hatte Sattelberger ein Video in seinem Social Media Account auf Facebook gepostet, das ihn beim WM-Training am heimischen Tegelberg zeigt. Darin lässt sich deutlich erkennen, in welcher beachtlichen Form sich der Allgäuer befindet. Experten gehen davon aus, dass Sattelberger das Video ganz bewußt gepostet hat, um seine Gegner bei der anstehenden WM schon im Vorfeld massiv einzuschüchtern. Immerhin ist zu erwarten, dass auch bei dieser Weltmeisterschaft wieder die Weltspitze der Bauchrutscher an den Start gehen wird. In dem hochkarätig besetzten Teilnehmerfeld finden sich unter anderem legendäre Namen wie der Österreicher Sepp Wampinger, der Pole Adam Wanst oder auch die beiden Holländer Erik van Ranzen und Arjen Robben sowie der amtierende Weltmeister, der Tscheche Marek Plauze.

 

Sattelberger selbst sieht seine Chancen gelassen. „Ich mache jeden Scheiss mit“, so der Athlet wörtlich in einem Kommentar im Internet. Die IBSF-Weltmeisterschaften beginnen am 20. Oktober, der neue Weltmeister wird dann am 28. Oktober gekürt. Er erhält den WM-Wanderpokal in Form einer Bauchflasche, versehen mit dem goldenen Fenchelstrauch.

 


 

⇒ Ausgaben der Füssener Abendzeitung aus dem Jahr 2016 ⇐

⇒ Ausgaben der Füssener Abendzeitung aus dem Jahr 2017 ⇐

 


INFO:

Die ♦♦♦ Füssener Abendzeitung ♦♦♦ → klick ← berichtet aktuell, wenn auch immer es ihr möglich ist, über die neuesten brisantesten, sensationellsten, spektakulärsten, unglaublichsten, mysteriösesten, utopischsten, unfaßbarsten, unbeschreiblichsten, unermeßlichsten, ungeheuerlichsten, einmaligsten und erstaunlichsten Ereignisse in der Lechstadt und ihrer Umgebung.

Alles was eben sonst keiner weiß...