Die ♦♦♦ Füssener Abendzeitung ♦♦♦ → klick ← berichtet aktuell, wenn auch immer es ihr möglich ist, über die neuesten brisantesten, sensationellsten, spektakulärsten, wie auch unglaublichsten, mysteriösesten, utopischsten, unfaßbarsten, unbeschreiblichsten, unermeßlichsten, ebenso aber auch einmaligsten, ungeheuerlichsten und erstaunlichsten Ereignisse in der Lechstadt und ihrer Umgebung. Alles was eben sonst keiner weiß...


 

Füssener Abendzeitung - 44. Sonderausgabe vom 17. September 2019:

Füssener Handwerker beliefert Britisches Königshaus

Sonderberstellung kam per Fax aus London

 

 

 

Es ist wie ein Sechser im Lotto für viele Handwerker und Hersteller oder Dienstleister, wenn eine Bestellung direkt aus dem Buckingham Palace in London kommt. So geschehen am vergangenen Freitag, als der Füssener Messerschleifer und Hersteller Sven Hoppe ein Fax aus dem Gerät zog, auf dem die Britische Krone als Symbol abgebildet war. Dem Schreiben nach sendet der Königliche Palast eine Bestellung für Bajonett-Klingen, die der Ausstattung der sogenannten „Grenadier Guards“ dienen sollen, die auch als „1st Foot Guards“ bekannt sind. Die Einheit stellt das zweitälteste Regiment der Gardedivision der britischen Armee dar und gehört zu den fünf Leibregimentern der britischen Königin Elisabeth II. Somit wird Hoppe, der den umfangreichen und vertrauenswürdigen Auftrag bereits angenommen hat, auch zum ersten Allgäuer Hoflieferanten der Royal Family of England.

 

Das Königshaus mit der Administration in London wurde offenbar durch einen Zufall auf den Allgäuer Handwerker aufmerksam. „Wir waren schon lange auf der Suche nach einem Hersteller von Klingen für unsere Regimenter und ebenso auch für die Küche Ihrer Majestät“, erklärt Charles Neyfmen, Pressesprecher der Queen. „Nachdem unser bisheriger Hoflieferant, die renommierte Schleiferei Blade in Saberhouse Castle Sussex, Insolvenz angemeldet hatte, sind wir fast verzweifelt, weil passende und dem Hof angemessene Hersteller hier in England so gut wie nicht mehr zu finden sind. Bis wir dann durch einen Mitarbeiter tatsächlich auf Mr. Hoppe stießen.“ Demnach war ein Angestellter der Küchenbrigade des Königshauses privat während seines Urlaubes im Frühjahr ins Allgäu gereist.

 

Allgäuer Messer in der Küche der Queen

 

Bei seinem Aufenthalt lernte dieser den Messerhersteller auf einer Berghütte kennen, woraufhin er ihn in seiner Werkstatt besuchte und schließlich auch ein Messer erwarb, das er nach seiner Rückkehr mit zu seiner Arbeit in die königliche Kombüse brachte. Der Chefkoch ihrer königlichen Hoheit zeigte sich überaus begeistert von der Klinge und führte sie einem Befreundeten vor, der zuglich dem königlichen Regiment angehört. So fand das „Allgäu Knife“, wie Hoppe seine Klinge bezeichnet, den Weg bis in das höchste Büro der britischen Armee, die nun auf ihrer Suche nach einem neuen Klingenlieferanten für ihre Regimenter endlich fündig geworden war.

 

Somit erhielt Hoppe schließlich auch das Fax mit der offiziellen Bestellung über einen Satz von insgesamt 64 Bajonett-Klingen für die „Grenadier Guards“. Da die Form seiner eigenen Messer allerdings nicht im geringsten der von klassischen Bajonettklingen gleicht, stellt deren Herstellung für den Messerschleifer nun eine enorme Herausforderung dar. „Immerhin müssen alle Klingen der optischen Einheit wegen zu 100 Prozent identisch sein“, so Hoppe. „Das wird hart. Außerdem brauche ich für eine Klinge etwa 7 Stunden, das macht summa summarum 448 Arbeitsstunden, also mindestens 56 Tage. Dazu kommen dann noch die Gravuren.“ Schließlich wünscht das Königshaus, dass auf jedem einzelnen Bajonett auch das überlieferte Wappen des Regiments eingraviert ist. „Da brauch ich nochmal vier Stunden pro Klinge, macht also nochmal 256 Stunden, sprich 32 Tage.“ Bei einer 7-Tage Woche wird Hoppe damit nun die kommenden drei Monate beschäftigt sein. Die Überbringung der Ware in den Buckingham Palace will er dann Anfang Januar persönlich übernehmen.

 

 

Füssener Abendzeitung - 43. Sonderausgabe vom 15. August 2019:

Neues Eisstadion statt Festspielhaus

Stadt kauft Areal am Forggensee

 

 

 

Ein Geniestreich ist der Stadt Füssen nun gelungen. Denn mit dem Kauf des gesamten Areals des Festspielhauses können nun gleich zwei der derzeit wichtigsten Probleme der Lechstadt gelöst werden. Nicht nur, dass für die Missstände des in die Jahre gekommenen Eisstadions eine Lösung gefunden wurde. Auch die Diskussionen um das Festspielhaus, für dessen Erhalt Besitzer Manfred Rietzler nun die Stadt in der Pflicht sieht, einen Weg in die Zukunft zu finden, können damit endgültig beendet werden. Dafür plant die Stadt das bestehende Festspielhaus einfach in eine vielfältig nutzbare Mehrzweckhalle umzubauen. Gestaltet werden soll die neue „Ludwigs Eisarena am Forggensee“ nach dem Vorbild des sogenannten „Mellon Stadiums“, in dem bis vor wenigen Jahren noch der nordamerikanische NHL-Club Pittsburgh Penguins beheimatet war. Grund für die Entscheidung der Bauweise ist der schlichte, aber dennoch futuristische und visionäre Eindruck, den das Stadion vermittelt und der auch zu der Person König Ludwigs passt, da dieser ebenso Visionen verfolgte und Technik liebte.

 

Veranstaltungen aller Art möglich
 
 

Nachdem Expertengutachten ergeben hatten, dass die notwendigen Sanierungen im veralteten Füssener Bundesleistungszentrum enorme Summen verschlingen würden, suchte man im Stadtrat bereits seit einiger Zeit nach einer alternativen Lösung. „Dazu kamen jetzt noch die Diskussionen um den Erhalt des Festspielhauses“, erklärt Stadtsprecher Ferdinand Blücher. „Somit lag der Gedanke nahe, gleich ein ganz neues Eisstadion eben auf dem Areal des Festspielhauses zu bauen und damit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen.“ Zudem könne das neue Stadion auch als Multifunktions- oder Kongresshalle genutzt werden, so dass weiterhin auch Musicals oder ähnliche Veranstaltungen dort durchgeführt werden können, zumindest größtenteils in der Eishockey-freien Zeit. Die Macher des Musicals Ludwig2 arbeiten dafür bereits an einer "Ludwig On Ice"-Fassung.

 
 
Lösung für ein drittes Problem

 

Mit dem Namen für das neue Eis- und Veranstaltungszentrum will man an der früheren Bestimmung des Areals am Forggensee bewusst festhalten. Auch der Bezug des ehemaligen Königs mit dem Eissport sei durchaus gegeben. „Immerhin wissen wir ja aus den Archiven, dass auch Ludwig und sein Bruder Otto, die die meiste Zeit ihrer Kindheit in Hohenschwangau verbrachten, öfters am Alpsee beim Eislaufen und Hockeyspielen waren“, erklärt Bürgermeister Paul Jakob. Ebenso begeistert wie die Stadt sind auch die Mitglieder des Fischereivereins, die bereits ihre vollste Unterstützung zugesagt haben. „Das war nicht schwer“, sagt Jakob. „Wir haben den Fischern zugesagt, dass sie das ganze Jahr über nebenan Eis abholen können, um ihre gefangenen Fische frisch zu halten“. Im Zuge der aktuellen Entwicklungen kann die Stadt aber gleichzeitig auch noch ein weiteres wichtiges Problem angehen. Denn mit dem kompletten Abriss der Arena am Kobelhang, wie auch des alten BLZ, kann außerdem noch neuer Wohnraum für die Füssener Bürgerinnen und Bürger geschaffen werden.


 

Füssener Abendzeitung - 42. Sonderausgabe vom 25. Juni 2019:

Neue Ampelmännchen für Füssen

Stadt will damit sportliche Signale senden

 

 

 

Wien hat sie schon, Hamburg, München, Madrid und Flensburg auch. Jetzt haben die Diskussionen um eine Erneuerung der Ampelmännchen auch Füssen im Allgäu erreicht. Mit den erstmalig und eigens entworfenen „Eishockey-Ampelmännchen“ will die Stadt nun ein deutliches Zeichen für ein klares Bekenntnis zu ihrer sportlichen Geschichte setzen. Immerhin hatte der heimische Eissportverein EV Füssen über Jahrzehnte hinweg die Deutsche Eishockeygeschichte entscheidend geprägt und die Lechstadt national wie auch international bekannt gemacht. Somit stellt der Sport für die Stadt ein Wahrzeichen dar, vor allem aber einen hohen Wiedererkennungswert.

 

Top-Designer verpflichtet

 

Längst hat sich in der gesamten Republik ein regelrechter Trend entwickelt, die eigenen Ampeln mit besonderen und für den jeweiligen Ort bedeutungsvollen Ampelmännchen zu versehen und dementsprechend umzurüsten. So ist in Duisburg und Gladbeck auf einigen Ampeln ein Bergmann mit Grubenlampe zu sehen, in Mainz die Mainzelmännchen und in Bremen die Stadtmusikanten. Während man in Hannover dagegen noch über homosexuelle Ampelmännchen nachdenkt, wurde jüngst in Berlin die erste Ottifanten-Ampel eröffnet. „Das hat im Stadtrat die Frage aufgeworfen, ob Füssen nicht auch besondere Ampelmännchen bekommen soll“, erklärt Bürgermeister Paul Jakob gegenüber der Füssener Abendzeitung. „Wir sind stolz, mit den Eishockey-Männchen, die von den beiden bekannten Designern Viktor Wart und M.N. Taler für uns entworfen wurden, nun ein für uns exakt passendes Symbol gefunden zu haben.“ Lange hatte der Stadtrat über die eingebrachten Vorschläge beraten. Unter den verschiedenen Ideen waren unter anderem „Ludwig und Sisi“-Ampelmännchen, wie auch Ampelmännchen in bayerischer Tracht im Gespräch, ebenso großen Anklang fand der Vorschlag für die Ampelmännchen im jugendlichen Skater-Look.

 

Großer Eröffnungs-Tag geplant

 

„Letztendlich haben wir uns bewusst für die Eishockeymännchen entschieden, weil sie auch geschlechtesneutral sind“, so Jakob. „Es könnten ja männliche wie auch weibliche Spieler sein, die dort zu sehen sind.“ Damit kommt auf die Mitarbeiter des Füssener Bauhhofs nun eine Menge Arbeit zu. Immerhin müssen im gesamten Stadtgebiet, einschließlich der Ortsteile Weissensee und Hopfen am See, sowie Fischerbichl und Erkenbollingen, insgesamt 28 Fussgängerampeln mit den neuen Symbolen versehen und umgerüstet werden. Die Umrüstung soll bereits bis zum Herbst abgeschlossen sein. Für den Tag der offiziellen Inbetriebnahme der „Füssener Eishockey-Ampelmännchen“ plant die Stadt schon jetzt ein umfangreiches Rahmenprogramm, bei dem es unter anderem auch ein Benefiz-Eishockeyspiel geben soll, bei dem dann die „Grünen Männchen“ symbolisch gegen die „Roten Männchen“ antreten werden.


 

Füssener Abendzeitung - 41. Sonderausgabe vom 27. April 2019:

Einzigartiges Freizeitprojekt in Schwangau geplant

Neues „El Dorado“ für Surfer

 

 

 

Während am Forggensee der Streit um den Bau eines Luxushotels am Festspielhaus noch in vollem Gange ist, denkt man in der Nachbargemeinde Schwangau bereits über neue Möglichkeiten zur Optimierung des Tourismus nach. Demnach will ein Investor am Auslauf der Pöllat direkt unterhalb von Schloss Neuschwanstein eine künstliche Steinstufe errichten, die, wie am Beispiel des Münchner Eisbachs, eine Stromschnelle erzeugt. Die dadurch entstehende etwa halbmeterhohe stehende Welle kann dann von Kanuten, Flusssurfern und Wellenreitern sportlich genutzt werden. „Der Aufwand für die Anlage, der wir den Namen ‘Ludwigs Canyon Wave‘ geben wollen, ist sehr gering“, erklärte Investor Waldemar Reider nun im Rahmen einer offiziellen Pressekonferenz vor Ort. „Immerhin müssen wir nur marginal in den natürlichen Flusslauf der Pöllat eingreifen, um diese Stufe zu installieren.“ Den Termin für die öffentliche Bekanntgabe seines Projekts hat der Investor dabei ganz bewußt gewählt. Wie bereits bekannt, soll die Sperrung Pöllatschlucht in wenigen Wochen, nach rund drei Jahren Sanierungsarbeiten, wieder aufgehoben werden.

 

Abfederungskörper für den Schutz

 

Für das Projekt vorgesehen ist ein insgesamt 25 bis 35 Meter langes Teilstück des unteren Flusslaufes. Neben der sogenannten „Wave-Step“, die im oberen kleineren Teil des Areals angebracht werden soll, bildet der untere und längere Teil des Areals eine Art Auslauf. Zudem sollen an den direkt dem Areal umliegenden Felsquadern, die die natürliche Einmündung des Flusses bilden, Abfederungskörper für den Schutz der Surfer angebracht werden. Auch mit Vertretern von Naturschutzbehörden haben demnach bereits erste positive Gespräche stattgefunden. „Wir sehen hier keinen großen Eingriff in die Natur“, bestätigt Waldtraud Rinde, Vorsitzende des BUND Ortsverbandes. „Außerdem ist dieser Bereich ohnehin für jeden zugänglich und nicht gesperrt. Dass Menschen dort auch baden oder Sport betreiben, dagegen ist von unserer Seite aus nichts einzuwenden, solange die Natur dadurch nicht in Mitleidenschaft gezogen wird. Das ist hier nicht der Fall.“

 

Treffpunkt für Surfer

 

Das Projekt befürwortet demnach auch der Fischereiverein Schwangau. Schließlich bringe die zusätzliche Stufe einen enormen Anstieg des Sauerstoffgehalts im Wasser, was dem Wachstum der Forellen gut tue. Im Zuge der Errichtung der Steinstufe für „Ludwigs Canyon Wave“ soll zudem das Gebäude der alten „Gipsmühle“ endlich renoviert werden. Weiterhin sehen die Pläne vor, das Wohnhaus, das direkt neben dem immer noch betriebenen Sägewerk liegt, zu renovieren und in ein Tages-Café oder gar einen offiziellen Treffpunkt für Surfer umzubauen. So könnte sich in Hohenschwangau am Eingang zur bekannten Pöllatschlucht ein weiteres Freizeitparadies in einer wahrlich königlichen Lage erschliessen, das sich vor allem in den Frühjahrsmonaten anbietet, wenn die Pöllat aufgrund der Schneeschmelze wasserreich ist. Über das Projekt muss nun der Schwangauer Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung abstimmen.


 

Füssener Abendzeitung - 40. Sonderausgabe vom 19. Februar 2019:

Neue Verkehrsführung in Füssen geplant

Maßnahme soll Sommer-Staus vermeiden

 

 

 

Das sommerliche Verkehrsproblem in der Stadt Füssen scheint nun endlich gelöst zu sein. Einem direkt in den Stadtrat eingebrachten Vorschlag eines Bürgers nach, sollen die in der touristischen Hauptsaison herrschenden alltäglichen Stauungen künftig durch eine minimale Änderung der städtischen Verkehrsführung vermieden werden. „Die Idee ist relativ einfach und gleichzeitig einleuchtend“, erklärt Stadtsprecher Andi P. Dahle. „Deswegen haben die Stadträte den Vorschlag auch einstimmig angenommen.“ Der Plan sieht vor, der Reichenstraße wieder ihre frühere Bedeutung als Haupt-Durchgangsstrasse für den Fernverkehr zukommen zu lassen. Dadurch wird es definitiv keine derartigen Stauungen in der Innenstadt mehr geben.“ Immerhin war durch die Füssener Reichenstraße, die heute den Kern der Altstadt und damit auch den Mittelpunkt der Fußgängerzone darstellt, noch bis Mitte der Siebziger Jahre ganz regulär der Verkehr gelaufen.

 

Neuer Bereich für Fußgängerzone

 

Mit der Rückführung der Reichenstraße sollen nun vor allem die größten Stauungen, die zwischen dem Kaiser-Maximilian-Platz und der neuen Füssener Lechbrücke täglich entstehen, künftig vermieden werden. So würde der Fernverkehr in Richtung Tirol fortan von der Augsburger Straße aus direkt einspurig durch die Reichenstraße geleitet und über die Lechhalde abgeführt werden, während der Verkehr zu den Schlössern, wie auch der Gegenverkehr von Richtung Schwangau und Tirol aus, bereits über die Robert-Schmid-Straße und die Theresienstraße abgeleitet wird. Damit falle zwar ein Stück der bisherigen Fußgängerzone weg, welches aber durch den Strassenteil zwischen dem Kaiser-Maximilian-Platz bis hin zur Sebastianstraße ausgeglichen werden soll. Die neue Fußgängerzone erstrecke sich damit künftig von der Tourist Information und das Sparkassengebäude über das Hotel Hirsch und das Lila Haus bis in die Füssener Altstadt hinein.

 

Auch Lösung für das Parkproblem

 

„Da hätten wir eigentlich auch selber drauf kommen können. Aber man denkt ja bekanntlich immer zu kompliziert“, so Stadtsprecher Dahle. „Das bestätigen auch Experten des Bundesamtes für Verkehrsplanung, die vom Stadtrat hinzugezogen wurden. Dabei wurden verschiedene Szenarien für die neue Verkehrsführung durchgespielt, die Experten sind zu einem positiven Ergebnis gekommen, die Lösung funktioniert.“ Überrascht von dem Lösungsvorschlag zeigten sich auch die Gastronomen und Einzelhändler entlang der Reichenstraße. Immerhin könne man von dem Durchgangsverkehr in Zukunft enorm profitieren, sind sich alle einig. Dazu komme, dass es im Zuge der Änderung der Verkehrsführung auch wieder möglich sein soll, auf beiden Seiten der Reichenstraße zu parken. „Das kommt uns sehr gelegen“, sagt Clemens Bain, der dort Gehhilfen verkauft. „Unsere Kunden werden nun öfters kommen.“ „Aus unserem Straßenverkauf wird so in Zukunft ein Fernstrassenverkauf“, freut sich auch Stracia Della, Inhaberin einer Eisdiele in der Reichenstraße. Vollzogen werden sollen die Pläne, für die nur wenige kleine bauliche Maßnahmen ergriffen werden müssen, noch vor der anstehenden Sommersaison.


 

Füssener Abendzeitung - 39. Sonderausgabe vom 06. Januar 2019:

Füssen garantiert künftig „Weisse Weihnachten“

Lechstadt leistet damit echte Pionierarbeit

 

 

 

Das Zittern um „Weisse Weihnachten“ ist in der Stadt Füssen in Zukunft kein Thema mehr. Um die bei Gästen, Touristen und auch Einheimischen beliebte verschneite vorweihnachtliche Stimmung zu sichern, will die Stadtverwaltung ab dem kommenden Jahr den Schnee selbst produzieren, um damit Wetter-unabhängig zu sein. Insgesamt wird die Stadt dafür 28 sogenannte Schneelanzen sowie zwei Schneekanonen einsetzen, die an verschiedenen Stellen im Herzen der Altstadt installiert werden. „Gerade die Vorweihnachtszeit ist für viele Gastronomen, Geschäftsinhaber und Vermieter eine sehr wichtige Zeit des Jahres“, so Vincent Pauder von den Füssener Stadtwerken. „Immerhin führt der Schneemangel der vergangenen Jahre in genau diesem Zeitraum auch für zahlreiche Stornierungen von Übernachtungen. Das wollen wir damit künftig ausklammern.“ Resonanzen dieser Art sind auch auf einigen Internetforen zu finden. Kommentare wie „Ohne Schnee fahren wir nicht nach Füssen“, „Da macht der Weihnachtsmarkt keinen Spaß“ oder „Da können wir gleich nach Mallorca fahren“ sind dort unter anderem zu lesen.

 

Gezielter Kanonen-Einsatz

 

Die möglichen Standorte für die mobilen Schneelanzen, bzw. –Kanonen werden derzeit noch konkreter erarbeitet, heißt es aus dem Rathaus. Allerdings stehen die für die fest installierten Lanzen vorgesehenen Standorte schon fest. So sollen unter anderem jeweils zwei Lanzen am Schrannenplatz, vor der Kurverwaltung, sowie im Abstand von rund zwanzig Metern entlang der Fußgängerzone jeweils eine weitere Lanze platziert werden. Weitere Standorte befinden sich entlang der Ritterstraße und Drehergasse bis hin zum Brotmarkt. Die Schneekanonen werden dagegen direkt am Stadtbrunnen sowie am Bahnhof installiert. „So können wir auch bereits mit dem Zug ankommenden Gästen einen ersten Eindruck geben, wie es in der Innenstadt aussieht“, so Pauder. Auch auf dem Dach des Festspielhauses sollen demnach zwei Lanzen angebracht werden, um dort die tief verschneite Aussicht auf die Königsschlösser zu garantieren.

 

Internationale Medien erwartet

 

Um die Lanzen und Kanonen mit ausreichend Wasser für die Produktion des Schnees zu versorgen, sollen die Geräte an die örtliche Wasserversorgung angeschlossen werden. „Hierfür stehen uns im geplanten Beschneiungsgebiet insgesamt acht Hydranten zur Verfügung“, erklärt Pauder. „Um den Umweltfaktor zu wahren, wollen wir hier aber nur mit Brach- und Klärwasser arbeiten, das wir hier einleiten.“ Die Stadt Füssen leistet damit ganz nebenbei echte Pionierarbeit. Denn auch in anderen touristenreichen Städten und Metropolen, wie Kaufbeuren, München, Salzburg oder sogar Abu Dhabi, denkt man über eine künstliche Beschneiung der Innen- und Altstadtkerne nach, um die vorweihnachtliche Stimmung mit Schnee künftig zu garantieren. So werden auch zahlreiche internationale Medien direkt aus der Lechstadt über die ersten Erfahrungen mit dem Einsatz der Schneekanonen im nächsten Winter berichten.

 


 

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INFO:

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